Filme vorführen einfach gemacht - mit unseren Film-Kits

Keine Lust auf Filmrechte- und Filmmusikrechte-Recherche und Papierkrieg? Ab 300 CHF kann man mit den Film-Kits Filmvorführungen legal und unkompliziert durchführen.

Fragen und Antworten zum Film-Kit

Muss ich immer Lizenzgebühren bezahlen, wenn ich Filme vorführe?

Für jeden Film gibt es (mit Ausnahmen) pro Land, manchmal sogar Sprachregion mehrere Firmen, welche Filmaufführungsrecht, DVD-Distributionsrecht, Fernsehrecht oder Downloadrecht innehaben.

Kurz gesagt dürfen Filme in der Schweiz unter Verwandten und engen Freunden, als auch im Unterricht vor der Klasse lizenzfrei (d.h. ohne etwas an den Filminhaber zahlen zu müssen) vorgeführt werden. Man nennt dies auch "im Rahmen des Fairuse". Öffentliche Vorführungen sind also ganz sicher gebührenpflichtig. Das ist auch gut und wichtig so, weil damit Geld an den Filmemacher fliesst, der damit seinen nächsten tollen Film macht. Mit Dokumentarfilmen wird kein Regisseur reich, da ist sehr viel selbstloses Engagement drin.

Soll ein Film aufgeführt werden, auch kostenlos, müssen also diese Rechteinhaber gefunden und eine Lizenz angefordert werden. Die Abrechnung ist dabei sehr unterschiedlich, mal pauschal, mal pro Person (3-5 CHF) und meist verhandelbar mit Spezialtarifen für NGOs, Schulen und gemeinnützigen Veranstaltungen. Aufführungen ausserhalb Kinos nennt man "non-theatrical". Meist benötigen die Filmrechte-Inhaber Datum, Anschrift, Zuschauerzahl und ob kostenlos aufgeführt wird oder nicht, ab DVD oder im Kino etc. Auf vielen unseren Filmseiten findest Du bei uns die Namen der Filmrechteinhaber, die Du dazu anfragen müsstest. Mit dem Film-Kit nehmen wir Dir das alles ab.

Zudem muss der SUISA pro Vorführtag 19 CHF Lizenzgebühr für die im Film enthaltene Filmmusik beglichen werden. Am Besten ruft man bei der SUISA (Zürich) dazu einfach an und lässt sich mit dem entsprechenden Mitarbeiter verbinden (Herr Eggenberger). Mehr Infos hier. Viele Veranstaltungsorte zahlen zudem eine generelle Gebühr um Hintergrund-Musik abspielen zu können. Das heisst, dass Du vor dem Film Musik abspielen lassen dürfest. Wenn nicht, wäre der dafür noch separat SUISA bzw. BILAG-Gebühr nötig.

Filme für die Erde übernimmt keinerlei rechtliche Verantwortung, wenn Du selber aufführst. Bitte studiere diesen Gesetzesabsatz selbst, konsultiere einen Anwalt oder buche ein Film-Kit, dann kümmert sich Filme für die Erde um die rechtliche Konformität. Bitte beachten: Auch wir als Verein bezahlen die Filmlizenzen ohne Ausnahme. Wir stehen fest hinter dem Prinzip, dass Urheberrechte geschützt werden müssen, weil die Filmemacher sich oft in extreme Situationen bringen, um die Verhältnisse für die Allgemeinheit festzuhalten. Wir finden dafür haben sie mindestens verdient, dass ihre Arbeit auch finanziell gewürdigt wird. Es gibt keine automatische Verbilligung der Filmrechte nur weil Filme für die Erde ein gemeinnütziger Verein ist, deshalb können wir auch bei vereinsinternen Vorführungen keine Verbilligungen anbieten.

Andere Länder haben andere Gesetze. Z.B. sind in Deutschland Vorführungen vor der Klasse gebührenpflichtig (sogenannte Ö-Lizenz).

Alle Dinge zu Urheberrechten sind übrigens im Schweizerischen Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandet Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz URG), 5. Kapitel: Schranken des Urheberrrechts, Artikel 19 Verwendung zum Eigengebrauch geregelt.

Kann ich auch für weniger als 30 Zuschauer buchen?

Bei weniger als 30 ZuschauerInnen erheben die Filmrechteinhaber eine Mindestgebühr, die einem Kleinmengenauftrag gleicht. Deshalb kann nur aber dieser Mindestmenge gebucht werden.

Warum darf ich mit Film-Kits keinen Eintritt verlangen, sondern nur freiwillige Kollekte?

Wenn man Eintritt verlangt, ändert sich bei den meisten Filmrechte-Inhaber die Abrechnungs-Modalität. Statt einem Fixpreis pro Person oder Event wird dann prozentual gerechnet, z.B. kann es sein, dass der Filmrechteinhaber 40% aller Einnahmen möchte und eine sauber geführte Einnahme-Buchführung.

Unsere Erfahrung mit Kollekten ist, dass, wenn der Event professionell, die Besucher sehr gerne mit einer Kollekte partizipieren. Sie können dann ihre Dankbarkeit ausdrücken und etwas hinterlassen. Bei grossen anonymen Events kann man mit 3-5 CHF Kollekte pro Besucher rechnen. Studenten geben natürlich weniger als Berufstätige. Bei kleinen lokalen Events, wo man sich auch kennt, kann die Kollekte auch schon mal auf 10 CHF pro Person steigen.

Es hilft, bei der Verabschiedung auf der Bühne zu erwähnen, welcher konkrete Kollektenbetrag pro Person zu finden ist, damit der Event bezahlt werden kann.

Wie setzt sich der Betrag zusammen bei Euren Film-Kits?

Wir begleichen damit die Filmlizenz-Gebühren (3-10 CHF pro Person), die SUISA-Gebühr (20 CHF) plus gegen 2 Stunden Administrationsarbeit (Rechte klären, Suisa klären, Filmfile finden oder herstellen und zuschicken, bewerben helfen). Manchmal sind unsere Kosten kleiner, manchmal grösser, so dass es sich ausgleicht für uns. Dafür vereinfachen die Film-Kits den ganzen Aufwand für Vorführende und alles wird für sie planbarer und wir bekommen mehr Filmaufführungen durchs Netzwerk :)

Was wenn wir mehr Zuschauer haben als gebucht waren?

Ein paar weniger Zuschauer mehr oder weniger sind kein Thema. Wenn es wirklich sehr viele Zuschauer mehr sind, sollten wir den Filmrechte-Inhaber informieren, welcher uns dann eventuell eine Nachrechnung stellen würde. Bitte informieren Sie uns dann.

Eine gute Methode ist das Sammeln von Kollekte, welches solche unerwarteten Mehrausgaben leicht auffängt.

Was bedeutet "enge Freunde" und "privat"?

Nach Urhebergesetz bedeuten "enge Freunde" und "privat" Lebenspartner, beste Freundin und Mauzi etc., nicht aber die Clique. Es spielt dabei keine Rolle, wo vorgeführt wird, ob kostenlos oder nicht und welche Rechtsform der Austragungsort oder der Organisator hat.

Das Urheberrechtsgesetz kann man hier nachlesen.

Bekomme ich in einem Film-Kit auch das Abspiel-Medium oder muss man das selber besorgen?

Ja, Sie bekommen es von uns entweder als DVD, BluRay oder digitales File zugeschickt. Die DVD oder BluRay werden Sie gerne behalten und weitergeben können, das digitale File müssen Sie direkt nach der Vorführung löschen.

Falls Sie im Kino aufführen, wird es komplizierter, da diese ein sogenanntes DCP möchten. Dies ist eine 150GB-File mit Rechteschutz, was viel Aufwand und Komplikationen und zusätzliche Kosten bedeutet. Kinoaufführungen sind in normalen Film-Kits nicht inbegriffen bzw. verursachen Zusatzkosten deswegen.

Wenn ich ein digitales File brauche, wie bekomme ich dieses dann?

Je nach Grösse des Files als Download-Link per Mail oder auf einem USB-Stick.

Im Falle einer Aufführung im Kino braucht es ein sogenanntes DCP (150 GB gross) auf einer Festplatte. Diesen Aufwand müssen wir aber extra verrechnen (zw. 50 und 200 CHF)

Kann ich mit einer Film-Kit-Buchung auch eine Filmvorführung in einem Kino machen?

Ja, aber es fallen um 200 CHF Zusatzkosten an. Die Gründe sind vielfältig: Kinos wünschen hochwertige Filmfiles, sogenannte DCPs. Dies sind mindestens 150 GB schwere Files mit speziellem Rechteschutz und Format. Manchmal gibt es diese beim Filmverleiher, manchmal nicht, manchmal haben wir diese (bei Festivalfilmen) schon bereits selbst mal gemacht und können unseren Techniker eines für Sie machen lassen. Auf jedenfall bedeutet dies zusätzliche Arbeit und Kommunikationen mit dem Techniker des Kinos, dem Filmverleiher und eventuell unserem Techniker. Auch kann für uns dann die Filmgebühr pro Person höher ausfallen.

Brauche ich für Vorführungen an Schulen ebenfalls ein Film-Kit?

Vorführungen im Rahmen des Unterrichts vor der Klasse sind nach schweizerischem Urheberrecht von der Lizenz befreit. Wird aber z.B. in der Schulaula für mehrere Klassen und andere Besucher aufgeführt, ist die Vorführung als öffentlich zu betrachten; es werden dann also Filmgebühren und SUISA-Gebühren fällig.

In Deutschland ist in beiden Fällen eine sogenannte Ö-Lizenz zu kaufen, die meist zusammen mit einer speziellen DVD-Version für Schulen verkauft wird.

Bei Buchung eines Film-Kits kümmern wir uns gerne um das alles.

Kann ich auch ohne Film-Kit aufführen?

Natürlich können Sie das. Finden Sie dafür heraus, welcher Filmrechteinhaber für die Filmrechte des entsprechenden Films in ihrem Land und ihrer Sprachregion zuständig ist (Tipp: Logos auf DVD-Covers beachten oder auf unseren Filmseiten nach Angaben diesbezüglich suchen). Fragen Sie diesen per Mail mit Angaben des Vorführortes, Datum und Zeit, Besucherzahl, Rechnungsadresse etc. um die Vorführlizenz an.

Nehmen Sie auch Kontakt mit der SUISA auf und fragen Sie, wie Sie die Rechte für die Filmmusik legal abrechnen können.

Von beiden werden Sie abrechnen bekommen und Rapport liefern müssen. Ein Vorführmedium bekommen Sie entweder von der Filmrechtefirma oder via unserem Shop (falls vorhanden; beides kostenpflichtig).