Water Makes Money

Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen

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Ganzer Film (französisch) Ganzer Film (französisch)

Offizieller Filmbeschrieb...

Wasser ist neben der Luft, die wir atmen, das wichtigste Element für den Menschen und die Tier- und Pflanzenwelt. Am 27. Juli 2010 wurde der Zugang zu sauberem Trinkwasser von der Vollversammlung der UNO in die allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufgenommen. Und doch wird das Wasser zunehmend den Geschäftsinteressen privater Konzerne unterworfen, die ausschließlich dem Wohl ihrer Aktionäre verpflichtet sind. Das ist keineswegs nur ein Problem der Entwicklungsländer. Überall, wo finanzschwache Kommunen nach Entlastung suchen, klopfen die zwei weltgrößten Wasserkonzerne Veolia oder Suez an die Tür. Gemeinsam bilden sie ein undurchsichtiges Duopol, das zum Beispiel in Frankreich mittlerweile etwa 80 Prozent der Bevölkerung mit Wasser versorgt. Die Folgen: rasant steigende Verbraucherpreise, Intransparenz und oft auch Korruption. Die Globalplayer haben aber auch gelernt. Sie bestreiten, etwas mit Privatisierung zu tun zu haben. Ihre neuen Geschäftsmodelle haben klangvolle Namen wie “Public Private Partnership” oder “Cross Border Leasing”. Aber der Effekt ist der gleiche geblieben.

Der Film “Water Makes Money” dokumentiert, mit welchen Methoden sich Städte und Gemeinden die Kontrolle über ihr Wasser abhandeln lassen. Der Film zeigt, dass die unternehmerischen Risiken den Steuerzahlern aufgebürdet werden, der Gewinn aber privatisiert wird. Und er zeigt, wie es in etlichen Regionen gelungen ist, die Selbstbestimmung über das Lebenselixier Wasser zurück zu holen.

Weitere Rezensionen...

“Was passiert, wenn ein Privatunternehmen die Wasserversorgung einer Stadt übernimmt? Glaubt man den Hamburger Filmemachern Leslie Franke und Herdolor Lorenz, steigt der Wasserpreis, verringert sich die Trinkwasserqualität und verrotten die Wasserleitungen. Insbesondere in Frankreich, wo die Wasserwirtschaft bereits Anfang der 80er-Jahre in großem Stil teilprivatisiert wurde, haben die beiden diese Beobachtung gemacht. Deshalb haben sie für ihre Dokumentation “Water makes Money” vor allem jenseits des Rheins gedreht.

Aber eben nicht nur: Französische Wasserkonzerne wie Veolia und Suez versuchen nun den Weltmarkt aufzurollen. Beide Konzerne sind auch in Deutschland aktiv. Allein Veolia ist nach eigenen Angaben an der Wasserversorgung von 300 deutschen Kommunen wie Berlin, Braunschweig und Gera beteiligt. In Frankreich dagegen nehmen immer mehr Städte und Gemeinden nach den schlechten Erfahrungen der Vergangenheit die Wasserversorgung wieder in die eigenen Hände.

Für die Konzerne kommt der kritische Streifen der beiden Hamburger, in dem es auch um den Vorwurf der Korruption bei der Wasserprivatisierung geht, zur Unzeit. Veolia hat im Zusammenhang mit “Water makes Money” Strafanzeige wegen übler Nachrede erstattet. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Noch aber darf die Dokumentation, die von mehreren Initiativen, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und dem Sender Arte finanziert wurde, gezeigt werden.” – Hamburger Abendblatt



Technische Daten und Aufführungsrechte...

Regie: Leslie Franke and Herdolor Lorenz
Drehbuch: Leslie Franke
Produktion: Kern Filmproduktion
Akteure: Marc Laimé, Jean Luc-Touly
Land: Deutschland, Frankreich
Jahr: 2010
Dauer: 90 min
Sprachen (Audio): Französisch, Deutsch
Sprachen (Untertitel): Französisch, Deutsch
Weltrechte: KernFilm

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Tags

Geld Globalisierung Trinkwasser







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