Bananas!*

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Offizieller Filmbeschrieb...

Das weltgrößte Obstunternehmen steht in den USA vor Gericht – für die Vergiftung seiner Arbeiter! Zum ersten Mal in der Geschichte vertritt eine kleine US-amerikanische Anwaltskanzlei nicaraguanische Plantagenarbeiter, die alle wegen toxischer Pestizide, die das Unternehmen auf ihren Bananenplantagen benutzt hat, unfruchtbar geworden sind. Hat eine kleine Anwaltskanzlei gegen die Macht eines Multimilliarden-Konzerns eine Chance? Und werden Sie jemals wieder Bananen essen, nachdem Sie diesen spannenden und enthüllenden Film gesehen haben? In jeder Hinsicht ein David-gegen-Goliath-Kampf.

Hinweise zum Film...

Das in den 70er-Jahren erwiesene Problem der Sterilität bei Menschen ist klar lokalisiert und die verursachende Substanz Nemagón (DBCP/Dibrom-Chlor-propan) verboten. Obwohl Nemagón bereits 1979 aufgrund der bekannten gesundheitlichen Schädigungen in den USA verboten wurde, kam es noch bis 1985 in einigen Ländern Lateinamerikas zum Einsatz.

Tendenziell sind gemäss einer Greenpeace-Studie die Chemikalienrückstände in den Lebensmitteln abnehmend, die Mehrfachbelastung (mehrere kleine Rückstände verschiedener Pestizide) jedoch zunehmend.
Die Auswirkung auf den Menschen wird somit noch komplexer und lässt klare Beweise immer schwieriger werden.

Bewertung der Filmjury...

Ein unterhaltsamer und seelisch anregender, relativ intelligenter Film. Spannend!

“Bananas!*” ist eine recht gut recherchierte Dokumentation zu einem immer noch aktuellen Thema. Die Problematik war allerdings schon lange bekannt. Der Film bezieht sich nicht direkt auf das Thema Lebensgrundlagen und ökologische Basis. Eine Verbindung zur eigenen Lebenswelt ist vorstellbar, wenn auch nicht unmittelbar vorhanden. Hinweise auf eigene Handlungsmöglichkeiten erhält das Publikum nicht.

Es werden keine wissenschaftliche Fakten aufgezeigt. Um Systemzusammenhänge wie die ökologischen Auswirkungen von Pestiziden geht es in “Bananas!*” nicht, sondern der Blickwinkel ist auf den Menschen beschränkt. Im Grunde ist es eine Art Justizthriller.

“Bananas!*” macht Mut, sich für sein Recht einzusetzen und zu kämpfen. Der Film weckt Verantwortungsgefühl sich selbst und anderen gegenüber sowie Empathie mit den Betroffenen. Davon abgesehen ist die inspirative Wirkung aber gering.

Für die Sinne bietet “Bananas!*” nicht besonders viel, das Bildmaterial wirkt unästhetisch und repetitiv, obwohl der Inhaltsbezug mehr oder weniger gegeben ist. Störend wirkt, dass viele alte Bilder und Szenen gezeigt werden und nichts wirklich Neues dabei ist. Kameraführung und Schnitt sind mittelmässig, die Filmmusik recht gut.

Weitere Rezensionen...

“'Bananas!' ist ein erschütternder, mutiger und kontroverser Film.” – TAZ

“So spannend wie ein Spielfilm. In der Tradition von Erin Brokovich oder Michael Moores Capitalism: A Love Story.” – The Independent



Technische Daten und Aufführungsrechte...

Originaltitel: Bananas!* At any cost?
Regie: Fredrik Gertten
Jahr: 2011
Dauer: 87 Minuten
Sprache (Audio): Deutsch, Englisch, Spanisch
Sprache (Untertitel): Deutsch, Englisch

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Weiterführendes...

Tags

Externalisierung Gift



Inhalte

Unterhaltungswert

Wissenschaftlichkeit + journalistische Leistung

Transfer eines Momentums

Bilder, Musik, Handwerk





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