Taste The Waste

Warum schmeissen wir unser Essen auf den Müll?

Trailer Trailer
Trailer 2 Trailer 2
NDR-Bericht zum Film NDR-Bericht zum Film

Offizieller Filmbeschrieb...

Deutsche Haushalte werfen jährlich Lebensmittel für 20 Milliarden Euro weg – so viel wie der Jahresumsatz von Aldi in Deutschland. Das Essen das wir in Europa wegwerfen, würde zwei Mal reichen, um alle Hungernden der Welt zu ernähren. Valentin Thurn hat den Umgang mit Lebensmitteln international recherchiert und kommt zu haarsträubenden Ergebnissen. Jeder zweite Kopfsalat wird aussortiert, jedes fünfte Brot muss ungekauft entsorgt werden. Kartoffeln, die der offiziellen Norm nicht entsprechen, bleiben auf dem Feld liegen und kleine Schönheitsfehler entscheiden über ein Schicksal als Ladenhüter. In den Abfall-Containern der Supermärkte findet man überwältigende Mengen einwandfreier Nahrungsmittel, original verpackt, mit gültigem Mindesthaltbarkeitsdatum. Auf der Suche nach den Ursachen und Verantwortlichen deckt er ein weltweites System auf, an dem sich alle beteiligen.

Die Folgen reichen weit, denn die Auswirkungen auf das Weltklima sind verheerend. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an Energie, Wasser, Dünger und Pestiziden, Regenwald wird für Weideflächen gerodet. Mehr als ein Drittel der Treibhausgase entsteht durch die Landwirtschaft. Nicht unbedeutend sind auch die Berge verrottender organischer Stoffe, denn das entstehende Methangas wirkt sich auf die Erderwärmung 25 Mal so stark aus wie Kohlendioxid.

“Taste the Waste” zeigt, dass ein weltweites Umdenken stattfindet und dass es Menschen gibt, die mit Ideenreichtum und Engagement diesem Irrsinn entgegen treten.

Hinweise zum Film...

“Taste the Waste” eignet sich sehr gut als Weitergabe-DVD, für grosse und kleine Filmvorführungen und für Vorführungen vor Oberstufenschulklassen.

Es gibt eine kurze und eine lange Fassung des Films. Wir empfehlen ausdrücklich die lange Fassung anzuschauen, da wichtige Themen in der gekürzten Fassung zu kurz kommen.

Bewertung der Filmjury...

Ausgewählt für das Filme für die Erde Festival 2013.

“Taste the Waste” ist ein sehr gut recherchierter und spannender Film, er vermittelt die Sachlage sehr ausgewogen und hat eine klare Ausrichtung. Das Zuschauen wird nie langweilig, da einerseits die Bilder per se gut wirken und andererseits starke Personen interviewt werden. Der Film wertet nicht und viele Szenen sind selbstsprechend. Der Filmemacher hat es geschafft, die Situation der Lebensmittelreste in Europa realistisch darzulegen.

“Taste the Waste” bewegt auf einer sehr konstruktiven Ebene. Viele Argumente werden effektiv durchleuchtet, der Film sucht nicht einfach nur einen Sündenbock. Auch die KonsumentInnen werden angesprochen (“Wenn ihr im Laden steht…”), teilweise könnte deren Verantwortung aber noch mehr betont werden, denn gemäss aktuellen Studien sind KonsumentInnen und Gastronomie für 50 Prozent des gesamten Food Waste verantwortlich. Es ist wichtig zu sehen, dass “der Böse” nicht nur der Detailhändler ist, sondern dass “Essen” ein komplexes Konstrukt unseres heutigen Systems ist und dass man das Thema entlang der gesamten Wertschöpfungskette anschauen muss.

Auch der Systemaspekt kommt im Film sehr gut rüber. Er zeigt ausserdem auf spannende Art und Weise die Logik der Entfremdung auf: Wir StädterInnen haben das Gefühl für Nahrungsmittel grösstenteils verloren, wir konsumieren nur noch. “Taste the Waste” konfrontiert uns mit der weit verbreiteten Meinung, dass schlecht ist, was im Müll ist und gut, was im Laden/ Kühlschrank ist. Der Film stellt auch Verbesserungsmöglichkeiten der heutigen Situation vor, wie zum Beispiel Urban Farming, solidarische Landwirtschaft, Kochen in der Schule und Bienen in Grossstädten.

Gut ist, dass beide Aspekte, Abfallvermeidung und Abfallverwertung, beleuchtet werden. Wir werden mit einem Paradox konfrontiert: Einerseits sind alle unsere Prozesse zur Nahrungsmittelproduktion optimiert, andererseits findet trotzdem täglich eine enorme Verschwendung statt.

Die Filmmusik ist teilweise etwas repetitiv.

Insgesamt ist “Taste the Waste” ein guter Film, welcher vor allem im letzten Drittel sehr inspirierend ist.

Weitere Rezensionen...

“Thurns Film vermeidet den erhobenen Zeigefinger und schildert mit großer Ruhe die verstörende Verschwendung von Lebensmitteln in der westlichen Welt. Geschickt montiert aus vielen kleinen Interview-Episoden und Momentaufnahmen gelingt Thurn eine vielschichtige Dokumentation.“ –Johannes Schnös | Süddeutsche Zeitung

“Wir leben in einer Welt der Extreme mit Überfluss und Hunger, Verschwendung und Mangel. Was Lebensmittel mit dem Klimawandel, dem Kampf um Land und Getreidepreise zu tun haben, zeigt der Dokumentarfilm “Taste the Waste” von Valentin Thurn. Facettenreich und sachlich beschreibt der Film Zusammenhänge und unternimmt eine Reise, die viele Fakten vermittelt und den Zuschauer mitunter staunend zurücklässt.“ – Stern

“Die Wertschätzung gegenüber unserer Nahrung geht durch einen grenzenlosen Zugang verloren. Der Film “Taste the Waste” nimmt sich dieses Themas an und beeindruckt durch die gekonnte Aufarbeitung von Fakten, seine schockierenden Bilder und die Ermutigung, dass es aus der Misere einen Weg gibt.“ – n-tv

“Ein Film, der auf erschreckende Weise zeigt, in welch einem Überfluss wir leben und wie durch bestehende Strukturen unsere Nahrungsmittelsverschwendung auch systematisch erzeugt wird. Vertrangslandwirtschaft (Community Supported Agriculture) als Antwort auf diese Missstände erachte ich als vielversprechend und zukunftsweisend.” – Hanna, Filmjury Luzern



Technische Daten und Aufführungsrechte...

Regie: Valentin Thurn
Drehbuch: Valentin Thurn
Produktion: Valentin Thurn & Astrid Vandekerkhove
Land: Deutschland
Jahr: 2011
Dauer: 90 Minuten
Sprache (Audio) : Deutsch
Sprache (Untertitel): Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch
Aufführungsrechte: Filmsortiment.de

Buche ein Film-Kit und führe diesen Film auf!


Weiterführendes...

Tags

Afrika FoodWaste Recycling



Inhalte

Unterhaltungswert

Wissenschaftlichkeit + journalistische Leistung

Transfer eines Momentums

Bilder, Musik, Handwerk





Unsere Filmtipps zu "Essen global"

Weitere Filme zu "Essen global"

<< Zurück zur Übersicht zu "Essen global"