Live and Let Live

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Offizieller Filmbeschrieb...

„Live and Let Live” ist ein Dokumentarfilm über unser Verhältnis zu Tieren, die Geschichte des Veganismus und die ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Hintergründe, die Menschen dazu bewegen, vegan zu leben.

Lebensmittelskandale, Klimawandel, Zivilisationskrankheiten und zunehmende ethische Bedenken lassen mehr und mehr Menschen daran zweifeln, ob es richtig ist, Tiere zu essen. Vom Schlachter zum veganen Chefkoch, vom Milchbauern zum Gründer des ersten „Kuh- Altersheims”.
Live and Let Live erzählt die Geschichten von sechs Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen dazu entschlossen haben, auf jegliche Tierprodukte zu verzichten und zeigt, wie diese Entscheidung ihr Leben verändert hat.

Jan Gerdes und Karin Mück verwandelten einen Hof im Norden Deutschlands, auf dem Jan Intensivtierhaltung von „Milchkühen” betrieb, in einen «Lebenshof» für Tiere, der Kühen, Pferden, Schweinen und vielen anderen Tieren, die oft vor dem sicheren Tod gerettet wurden, ein neues Zuhause bietet. Ria Rehberg und Hendrik Haßel befreien nachts Hühner aus einer Freilandhaltung, um die Umstände unter denen sie gehalten werden, zu dokumentieren und so eine öffentliche Debatte anzustoßen. Aaron Adams, ein Chefkoch aus Portland, USA, der selbst Kaninchen schlachtete und Gänsestopfleber in seinem Restaurant anbot, konnte dies eines Tages nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren und eröffnete kurz darauf ein italienisches Restaurant – komplett vegan. Jack Lindquist, professioneller Bahnradfahrer, der für Olympia 2016 in Rio de Janeiro trainiert, fand heraus, dass er durch eine rein pflanzliche Ernährungsweise seine Leistung steigern kann.

Zusammen mit Philosophen wie Peter Singer, Tom Regan und Gary Francione, Wissenschaftlern wie T. Colin Campbell, Jonathan Balcombe, Melanie Joy und vielen anderen beleuchtet Live and Let Live die Entwicklung der veganen Bewegung. Von den Ursprüngen in London 1944 zu einem Lebensstil, der weltweit mehr und mehr Anhänger*innen gewinnt, die realisieren, dass das, was auf ihren Tellern landet, nicht nur Auswirkungen auf die Tiere und die Umwelt hat, sondern auch auf ihre eigene Gesundheit.

Hinweise zum Film...

„Live and Let Live“ ist vor allem für ein gebildetes Publikum, bedingt aber auch für Schüler an Gymnasien und in Berufsschulen geeignet.

Im Film kommen neben Experten auch verschiedene Einzelpersonen zu Wort, die ihre Geschichten und Meinungen zum Thema Veganismus beschreiben. Der Film bewertet allerdings keine der in den Interviews gemachten Aussagen. Eine differenzierte Darstellung fehlt speziell bei der Einstellungen zu Gesetzesverstössen (Animal Liberation Aktivisten) und der Interpretation des Seelenlebens einer Mutterkuh (Kuh-Altersheim).

Bewertung der Filmjury...

„Live and Let Live“ hinterfragt mit einem sensibilisierten, ethischen Blick, welches Leid hinter den tierischen Produkten auf unseren Tellern steckt. Gleichzeitig werden viele Fakten rund um die vegane Lebensweise gezeigt und an etlichen Beispielen klar widerlegt, dass wir auf tierische Produkte in der Ernährung angewiesen wären. Da der Film vor allem Ich-Botschaften vermittelt und wenig abschreckende Bilder enthält, ist er einer der bisher besten Dokumentationen zum Thema Veganismus.

Während die sozialen und ethischen Aspekte prominent dargestellt werden, zeigt der Film nur wenig die ökologische Zusammenhänge auf. So fliesst leider nur am Rande mit ein, dass der individuelle Konsum auch einen entsprechenden Einfluss auf unsere Umwelt hat.

Die Dokumentation fokussiert zudem einseitig auf die vegane Lebensweise und geht z.B. weder auf eine Ernährung mit massvollem Fleischanteil oder den Fischkonsum ein. Auch fehlen Informationen, wie eine gesunde vegane Ernährung schlussendlich aussehen sollte.

Der Unterhaltungswert des Films ist gut. Allerdings wirkt er teilweise durch längere Interviews etwas langatmig. Auch bei der Vermittlung von Wissen gibt es Abzüge, da eine angemessene Relativierung sowie einige empirische Beispiele fehlen und eine dynamische Systementwicklung weitestgehend unbeachtet bleibt.

„Live and Let Live“ berührt ein wenig, regt aber dennoch dazu an, selber etwas zu tun. Der Film ist einigermassen logisch aufgebaut und relativ gut geschnitten, die Kameraführung und musikalische Untermalung sind auch ok.

Technische Daten und Aufführungsrechte...

Regie: Marc Pierschel
Drehbuch: Marc Pierschel
Produktion: Marc Pierschel, Tofu Music
Musik: Cars and Trains
Akteure: Jonathan Balcombe, Melanie Joy, Will Potter, Jan Gerdes, Karin Mück, Robert Goodland, Kurt Schmidinger, Aaron Adams, Lauren Ornelas, Kati Kosler, Neil Robinson, T. Colin, Campbell, Matt Ruscigno, Peter Singer
Land: Deutschland
Drehorte: Deutschland, USA
Jahr: 2013
Dauer: 80 Minuten
Sprache (Audio): Deutsch, Englisch
Sprache (Untertitel): Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Finnisch, Russisch, Polska, Serbisch, Kroatisch, Ungarisch, Rumänisch, Griechisch, Chinesisch
Aufführungsrechte Deutschland: mindjazz pictures
Weltrechte: mind jazz pictures international
Originaltitel: Live and Let Live

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Weiterführendes...

Tags

Aktivismus Gesundheit Veganismus



Inhalte

Unterhaltungswert

Wissenschaftlichkeit + journalistische Leistung

Transfer eines Momentums

Bilder, Musik, Handwerk





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