Good Food Bad Food

Anleitung für eine bessere Landwirtschaft

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Offizieller Filmbeschrieb...

Was haben französische Mikrobiologen, die Millionen Wanderarbeiter Brasiliens, Vandana Shivas experimentelle Bauernhöfe in Indien und die Landwirte der weltgrößten Bioplantage in der Ukraine gemeinsam? Alle verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: die Verbesserung der Bodenqualität und die Wiederherstellung der Saatenvielfalt – zum Schutz der Umwelt und für gesündere Lebensmittel.

Die französische Regisseurin Coline Serreau zeigt in ihrem neuen Dokumentarfilm Menschen, die dagegen kämpfen, dass unsere Böden durch chemische Dünger und Pestizide vergiftet werden. Und die sich dagegen wehren, dass nur wenige skrupellose Konzerne weltweit das Saatgutangebot kontrollieren und die Bauern erpressen. In “Good Food, Bad Food – Anleitung für eine bessere Landwirtschaft” begegnen wir faszinierenden Persönlichkeiten, die vielfältige Lösungen für die intelligentere Nutzung unserer begrenzten Ressourcen gefunden haben.

Bewertung der Filmjury...

Eins vorweg: Eine differenzierte Betrachtung der Thematik bietet “Good Food Bad Food” nicht. Statt dessen wirkt der Film propagandistisch und ist teilweise sexistisch (männerfeindlich). Andere Standpunkte kommen überhaupt nicht vor.

Inhaltlich ist vor allem die hohe Relevanz in Bezug auf unsere natürlichen Lebensgrundlage positiv. Eine Verbindung zur eigenen Lebenswelt wird einsichtig. Allerdings ist es weder der erste noch der bestrecherchierte Film zu dem Thema, als Dokumentation recht dürftig.

“Good Food Bad Food” ist recht anstrengend anzuschauen, man wird mit Informationen richtiggehend überflutet. Weder besonders unterhaltsam noch überdurchschnittlich intelligent oder anregend. Darunter leidet schlussendlich auch die transformative Kraft des Films: Er wirkt weder inspirierend noch vermag er Handlung zu initiieren.

Der menschliche Einfluss des Menschen auf die Erde und das Leben insgesamt wird wiederum sehr gut aufgezeigt, und dynamische Systementwicklungen werden gut einbezogen. Die Fakten selber sind aber, obwohl oft sehr stark dargelegt, nicht durchwegs überzeugend. Man bekommt den Eindruck, dass die Resultate bereits zu Beginn in den Köpfen feststanden und dann nur noch passende InterviewpartnerInnen und Szenen gesucht wurden.

Handwerklich gesehen haben wir es hier klar mit einem Amateurfilm zu tun: Zu viele Themen, eher wirr aufgebaut, das Übermass an Interviews lässt den Film langwierig und wenig spannend wirken. Die Kameraführung ist oft wackelig, das Bild teilweise unscharf, der Schnitt kaum genügend und die Musik mehr oder weniger akzeptabel.

Weitere Rezensionen...

“Ein überzeugendes Plädoyer für eine gesunde, nachhaltige Landwirtschaft.” – Tagesspiegel

“Dieser Film geht den Problemen auf den Grund, denn mit gesunden Böden fängt gesunde Ernährung an.” – Sarah Wiener

“Sektiererische Prophezeiungen eines nahenden Weltunterganges: In Coline Serreaus Biofilm „Good Food Bad Food“ geht es aggressiv, einseitig und zuweilen sogar männerfeindlich zu. Damit macht es sich die Regisseurin schlicht zu leicht.” – Jürgen Dollase, FAZ

“Alternative Lösungen & konkrete Beispiele: Bio radikal!” – Meerstern.de

“Ein Film, der Lust macht, Berge zu versetzen.” – Le Monde



Technische Daten und Aufführungsrechte...

Originaltitel: Solutions Locales Pour Desordre Global
Regie: Coline Serreau
Drehbuch: Coline Serreau
Land: Frankreich
Jahr: 2010
Dauer: 111 Minuten
Bildformat: 16:9 – 1.77:1
Sprache (Audio): Französisch, Deutsch, Englisch
Sprache (Untertitel): Deutsch
Alterszulassung: 0

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Weiterführendes...

Tags

Gift



Inhalte

Unterhaltungswert

Wissenschaftlichkeit + journalistische Leistung

Transfer eines Momentums

Bilder, Musik, Handwerk





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