Frisch auf den Müll

Die globale Lebensmittelverschwendung

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Ganzer Film (DE) Ganzer Film (DE)

Offizieller Filmbeschrieb...

Mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel landet im Müll. Die meisten schon auf dem Weg vom Acker in den Laden, bevor sie überhaupt unseren Esstisch erreichen: jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das entspricht etwa 500.000 Lkw-Ladungen pro Jahr. Bis zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr allein in Deutschland weggeworfen. Und es werden immer mehr.

Der Film, der in der Langfassung als “Taste the Waste” im Kino gezeigt wurde und Diskussionen um das Mindesthaltbarkeitsdatum auslöste, geht auf die Suche nach den Ursachen – in Supermärkten, Bäckereien, Großmärkten. Minister, Bauern und EU-Politiker kommen zu Wort. Alles soll jederzeit verfügbar sein, Supermärkte bieten durchgehend die ganze Warenpalette an, bis spät in den Abend muss das Brot in den Regalen frisch sein, zu jeder Jahreszeit gibt es Erdbeeren. Und alles muss perfekt aussehen: Ein welkes Salatblatt, ein Riss in der Kartoffel, eine Delle im Apfel – sofort wird die Ware aussortiert. Joghurtbecher landen schon zwei Tage, bevor ihr Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft, im Müll.

Dass die Hälfte der bereits produzierten Lebensmittel zu Abfall wird, wirkt sich verheerend auf das Weltklima aus. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an Energie, Wasser, Dünger, Pestiziden und rodet den Regenwald. Sie ist damit für mehr als ein Drittel der Treibhausgase verantwortlich. Aber es geht auch anders. Weltweit versuchen Menschen, die irrsinnige Verschwendung zu stoppen: so genannte Mülltaucher, die Nahrungsmittel aus den Abfall-Containern der Supermärkte retten, Supermarkt-Direktoren, die ihre Kunden davon überzeugen, weniger klimaschädliche Produkte zu kaufen, Verbrauchervereine, die Bauern und Kunden direkt zusammenbringen. Kleine Schritte, die aber viel bewirken könnten: Wenn wir in den Industrieländern die Lebensmittelverschwendung nur um die Hälfte reduzieren, hätte das auf das Weltklima denselben Effekt, als ob wir auf jedes zweite Auto verzichten.

Hinweise zum Film...

Mehr als die Hälfte der Lebensmittel landet im Müll – allein in Deutschland sind das jedes Jahr bis zu 20 Millionen Tonnen. Woran liegt es, dass einwandfreie Nahrungsmittel einfach weggeworfen werden? Und welche Auswirkungen hat die Wegwerfmentalität beispielsweise auf das Klima? Filmemacher Valentin Thurn hat sich auf internationale Spurensuche begeben.

Die Kurzfassung (29 Minuten) dieses Films läuft unter dem Titel “Essen im Eimer”.

Bewertung der Filmjury...

Ausgewählt für das Filme für die Erde Festival 2014.

Der Film vermittelt die Zusammenhänge gut und zeigt Verbindungen zur eigenen Lebenswelt auf eindrückliche Art und Weise auf!

Mit interessanten Interviews, guter journalistischer Leistung und Dokumentationsqualität zeigt der Film einige Möglichkeiten und Beispiele zur Verbesserung auf. Aufgrund hoher Relevanz ist der Bezug zum Thema Lebensgrundlagen und ökologische Basis klar definiert.

“Frisch auf den Müll“ ist eine unterhaltsame und seelisch anregende Filmdokumentation mit vielen empirischen Beispielen gepaart mit klarer Vermittlung von Wissen, Fakten und Zusammenhängen,
wobei der Einfluss des Menschen auf Erde und Leben gut aufgezeigt wird.

Der Film berührt nicht nur emotional, sondern spricht auch die eigene Verantwortlichkeit an und sendet eine klare Botschaft in Sachen Handlungswille und Initiativkraft.

Des Weiteren besticht “Frisch auf den Müll” im einsichtig logischen Aufbau und durch guten Bezug zum Informationsgehalt und Inhaltsbezug verwendeter Bilder und Szenen

Weitere Rezensionen...

“Dieser Film stößt in Deutschland eine längst überfällige Debatte an.“ – Klaus Töpfer, Vizepräsident der Welthungerhilfe

“Der Abfallthriller.“ – tagesspiegel

“Thurns Film vermeidet den erhobenen Zeigefinger und schildert mit großer Ruhe die verstörende Verschwendung von Lebensmitteln in der westlichen Welt. Geschickt montiert aus vielen kleinen Interview-Episoden und Momentaufnahmen gelingt Thurn eine vielschichtige Dokumentation.“ – Süddeutsche Zeitung Online

“… zeigt unaufgeregt, aber eindrücklich, wie unsere systematische Verschwendung von Lebensmitteln ärmere Staaten in den Hunger treibt. […] Was ihn auszeichnet, sind seine Lösungsvorschläge, keine weltverbessernden […], sondern pragmatische.“ – Die Welt

“Der Inbegriff der Kampagne mit dokumentarfilmischen Mitteln ist Valentin Thurns Film 'Taste the Waste.'” – taz



Technische Daten und Aufführungsrechte...

Regie: Valentin Thurn
Drehbuch: Valentin Thurn
Dauer: 43 Minuten
Land: Deutschland
Sprache (Audio): Deutsch
Alterszulassung: 14
Aufführungsrechte: Filmsortiment.de

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Weiterführendes...

Tags

FoodWaste



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